Aus: Die Oberbadische 11-2014 //     Karin Fischer  Nirak
Arbeiten
Presse
Lörrach Einblicke in kreatives Schaffen Die Oberbadische, 02.11.2014 23:01 Uhr   Von Ursula König Lörrach-Brombach. Künstler der „Ateliers Schöpflin-Fabrik Brombach“ luden am Samstag und Sonntag zu den „Offenen Ateliertagen 2014“ ein. Kunstinteressierte Besucher erwartete ein vielfältiges Spektrum unterschiedlicher Arbeiten, Techniken und Begegnungen. Die angrenzenden Ateliers von Renate Schöpflin, Thomas Bossert und Leo Lute waren ebenfalls angebunden an die Tage der offenen Tür. Astrid Homberger, die im „Atelier Paula“ arbeitet und ausstellt, ist die Sprecherin der Ateliergemeinschaft. Im Gespräch erklärte sie die Hintergründe der offenen Ateliers: „Wir möchten zeigen, was wir machen und einen Zugang zu den Künstlern und ihren Werken ermöglichen.“ Die freischaffende Künstlerin ist Mitglied im Verein Bildende Kunst Lörrach (VBK) und arbeitet seit 2012 in Brombach in ihrem eigenen Atelier. Der Schritt vom häuslichen Umfeld zur Ateliergemeinschaft war durch den Wunsch begründet, sich mit anderen Künstlern und der Öffentlichkeit auszutauschen. Der gegenseitige Umgang sei kollegial geprägt. „Die Gemeinschaft geht über die Kunst hinaus.“ Fünf der insgesamt acht Künstler öffneten ihre Ateliers für die Tage der offenen Tür, die zum ersten Mal stattfanden. Bei den warmen Außentemperaturen hatte Astrid Homberger keinen großen Andrang erwartet, doch: „Schlagartig waren irgendwann die Menschen da“. Es gab Besucher, die im ehemaligen Versandhaus Schöpflin gearbeitet hatten und wissen wollten, welches neue Leben hier Einzug gehalten hat. Andere Besucher interessierten sich vor allem für die Entstehung der Werke und die verwendeten Materialien sowie für die Beschaffenheit der Keramik-Skulpturen und Objekte von Ursula Fünfschilling, die in Paulas Atelier ausgestellt waren.                                                      „Menschenbilder“ nennt Karin Fischer, „Nirak“, ihre Zeichnungen. Die Künstlerin ergründet vielschichtige und sich widersprechende emotionale Zustände und hält die Ambivalenz von Schein und Sein fest; eine Maskierung, die den Menschen schütze, um „interaktions- und kommunikationsfähig“ zu sein. Zwischen Digitaler Kunst, Ölmalerei, Fotografien und Objekten bewegt sich die Kunst von Helmut Hruschka, der in Wolken-Motiven eine unbegrenzte Welt an Möglichkeiten entdeckt oder Holzfundstücke mit Blattgold veredelt, um ihnen eine für den Betrachter neue und offene Bestimmung zu verleihen. Mit verschiedenen Techniken experimentiert auch Winfried Maier. Landschaften in Südtirol oder Portraits von Menschen in der Türkei, abseits des Touristenstroms, erzählen ihre Geschichten. Eine Vielfalt an Techniken und Motiven finden sich im Atelier von Günther Fischer, wobei die neuesten Arbeiten, „weg von explosiver Vielfalt“ zur schlichten Reduktion auf Grundformen, in ihrer klaren Einfachheit die Fantasie beschäftigen.